Programm 2007 - Archiv 200702.-16. Dezember „Newsletter: Tableau Hôtels dans la guerre – Hotels in Kriegszeiten“ – Ausstellung mit Flashfilm-Montagen von Paola Yacoub und Michel Lasserre Eröffnung: Sonntag, 02. Dezember, 20.00 Uhr Öffnungszeiten: Donnerstag 18.00h-20.00 Uhr, Samstag 16.00-18.00 Uhr, Sonntag 16.00h-18.00 Uhr
Bilder und Texte von Paola Yacoub und Michel Lasserre waren bereits 2004 bei der Eröffnungsausstellung von fluctuating images zu sehen sowie im Rahmen der international in einem Verbund von Kunstinstitutionen ausgestrahlten O.V.-Flash-Wochenschauen im Herbst 2005. Paola Yacoub und Michel Lasserre beschäftigen sich vor allem mit den Verschiebungen in der Wahrnehmung von Orten, die aus aktuellen Ereignissen resultieren. Beide arbeiten weiterhin an einer neuen Definition von Bildern als singulären Ereignissen, ausgehend von der Arbeit am Verhältnis von Bild und Text, sowie am Status der Bilder zwischen Dokument und Kunst. Bestimmte Bilder stechen aus der Flut von Informationen heraus und bleiben dabei ohne gezielten, fassbaren Adressaten. Diese eigenartigen Bilder fassen Paola Yacoub und Michel Lasserre in einer Fallsammlung zusammen und reflektieren so die heutige Welt mit Hilfe von Fotografien und Flashfilm-Montagen. Das Newsletter-Projekt ist eine Zusammenfassung ihrer Fallsammlungen, in denen die Realität mit ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen ins Verhältnis gesetzt wird zu Abbildern der heutigen Welt. Zum Newsletter-Projekt Der Fall Hotellobbys
werden oft Zeugen von Ereignissen, Verhandlungen, Entführungen,
die sie verändern und ihr Bild und ihren Namen in die Geschichte
eingehen lassen. Die Hotels kollidieren gewissermaßen mit einem
zufälligen Ereignis. Es steht in keiner genuinen Verbindung zum
Hotel. Das Hotel verändert sich lediglich in der Wahrnehmung. Das Kempinski Bristol Hotel in Berlin hat mehrfach die politischen Machthaber des Kalten Krieges beherbergt. Von Fidel Castro, Konrad Adenauer, J.F. Kennedy, Ludwig Erhard, Willy Brandt, Walter Scheel, Henry Kissinger bis zu Ronald Reagan und Michail Gorbatschow. Seit dieser Zeit kann das Kempinski Bristol Hotel entweder als normales Luxushotel betrachtet werden, oder aber als ein emblematisches Hotel des Kalten Krieges in Berlin. Zum Quartier des hôtels (Hotelviertel) in Beirut gehört unter anderem das Holiday Inn, das Phoenicia Hotel und das Saint-Georges Hotel. In diesem Viertel hat sich eine Reihe von Ereignissen während des langen Kriegszustands im Libanon ereignet: 1975 war das Holiday Inn Schauplatz der ersten großen Kämpfe, 2005 wurde der libanesische Premierminister Rafik Hariri vor dem Saint-Georges Hotel ermordet. Aber die Reihe setzt sich fort. Kürzlich haben sich Abgeordnete aus Angst vor Attentaten im Hotel Phoenicia versteckt, während sie auf die Abstimmung zur Wahl des Präsidenten gewartet haben. Mit freundlicher Unterstützung des Medienteams der Landeshauptstadt Stuttgart
09.12. Plattform für freie Musik, 20.00 Uhr
Die Reihe, veranstaltet und kuratiert von Oliver Prechtl und Anja Füsti bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird sie zwischen Jazz, Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon. Information: der011n@prechtlsound.de
25. November, 19.00 Uhr, Junk Jet - Release Event of Junk Jet. Fanzine for Electronics and Aesthetics igmade.edition/Institut Grundlagen moderner Architektur und
Entwerfen/Universität Stuttgart
JUNK JET BIO: Junk Jet hat ein offene Plattform etabliert für die Arbeiten von
Künstlern, Musikern, Architekten und Theoretikern, die abweichen
von programmkonformem Umgang, die auffallen, weil sie (elektronische)
Medien um- und übernutzen, vielleicht sogar kaputtnutzen oder gerade
nicht nutzen. Sie bringt vom Radio- bis zum Computer neue Arbeiten zusammen,
die, für ästhetische Zwecke, Exprimente und Instinkte, technologische
Systeme unterlaufen, belagern oder gar zerstören. Das methodische
Interesse Mit Beiträgen von Claus Pias, Gerd de Bruyn, Olia Lialina, Kim Cascone, Martin Woodtli, Farmers Manual, Jan Jelinek, girl.tv, dieb13, Holger Lund u.a.
15. November, 20.00 Uhr, MuVi-Raum: Reflexionen des filmischen Raums im Videoclip - Henry Keazor und Thorsten Wübbena (Universität Frankfurt) zu Gast bei fluctuating images
Henry Keazor Thorsten Wübbena Mit freundlicher Unterstützung des Medienteams der Landeshauptstadt Stuttgart.
16.-18. November fluctuating images zu Gast bei interfiction, Kassel
Samstag, 17.11.07, 11.00-19.00 Uhr - Seminar / Workshop mit Kurzvorträgen, Präsentationen und Diskussionen. Block I: 11.00-13.30 Uhr Block II: 14.15-16.45 Uhr Block III: 17.00-18.45 Uhr
18. November, 20.00 Uhr, Raffael Dörig (Kurator, plug in, Basel) zu Gast bei fluctuating images im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Visual Music: live & discussed“
Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Visual Music:
live & discussed“. Diese Veranstaltungsreihe ist Teil des Projekts „Visual
Music“ (2007-2008) von fluctuating images und wird gefördert
von der Landesstiftung Baden-Württemberg. [plug.in] in Basel, gegründet im Jahr 2000, ist die einzige Institution der Schweiz, die sich mit einem Ganzjahresprogramm ausschliesslich Medienkunst und digitaler Kultur widmet. Raffael Dörig, Kurator bei [plug.in], stellt den Raum und das Programm vor. Ausserdem zeigt er ein Programm mit Schweizer Videos, das er zum fluctuating images-Schwerpunkt "Visual Music" zusammengestellt hat. [plug.in] ist ein Raum für zeitgenössische Kunst, die mit elektronischen Medien arbeitet. Medientechnologie ist ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags geworden. [plug.in] ermöglicht die Beschäftigung mit den gesellschaftlichen und künstlerischen Fragen, die sich mit dieser Durchdringung des Lebens durch Medientechnologie stellen. [plug.in] bildet als Pionier-Institution dieser Art in der Schweiz seit 2000 das Schweizer Kompetenzzentrum für Medienkunst und digitale Kultur. Das interaktive, diskursive und edukative Angebot von [plug.in] hat hohe Qualität und lokale, nationale und internationale Ausstrahlung. [plug.in] steht für das analoge Einstecken in den Stromkreislauf
und für jene digitalen Programmerweiterungen, die es ermöglichen,
mit einer anderen Software zu interagieren. Unser Name bezeichnet unser
Vorhaben: Das Teilhaben an dynamischen und interaktiven Prozessen zu
stimulieren und die auf der gesellschaftlichen Festplatte gespeicherten
künstlerischen Diskurse um neue zu erweitern. Weitere Informationen: www.iplugin.org Mit freundlicher Unterstützung
26. Oktober - 11.November „music onscreen - media flow. videoventure on electronic music. pt. V“ – Ausstellung mit einem Screening-Programm Eröffnung: Freitag, 26. Oktober, 20.00 Uhr, Eintritt frei Öffnungszeiten: Donnerstag 18.00h-20.00 Uhr, Samstag 16.00-18.00 Uhr, Sonntag 16.00h-18.00 Uhr, Eintritt frei
Alexandar Nesic, "The Drummer"
Isabell Spengler und Daniel Adams, "Lantouy"
Ola Simonsson & Johannes Stjärne Nilsson , "Music for one appartment and six drummers"
Thilo Kraft, "und"
Max Philipp Schmid, "Duett"
Kamil Goerlich, "Natchnienie" Die audiovisuell orientierte Ausstellungsreihe „media flow. videoventure on electronic music“ der unkommerziellen Medienkunstgalerie fluctuating images in Stuttgart gilt seit zwei Jahren dem Phänomen der visual music, einer zeitgenössischen Praxis der visuellen Musik. Die Reihe wird kuratiert von Cornelia Lund und Holger Lund. Beim fünften Teil der Screening-Ausstellungsreihe geht es vor allem um mit filmischen Mitteln (Schnitt, Montage etc.) hergestellte Musik, bei welcher der Herstellungsprozess, also etwa Instrumentspiel, zu sehen ist, das musikalische Resultat sich jedoch vor allem dem Einsatz spezifischer filmischer Mittel verdankt. Media flow. part I ging der Frage nach, was passiert, wenn Personen mit ganz unterschiedlichem beruflichem Hintergrund (Architekten, Künstler, Mediendesigner) Musik visualisieren. Media flow. part II war möglichst intensiven audiovisuellen Verbindungen gewidmet, wie sie etwa audiovisuelle Teams oder audiovisuell arbeitende Einzelpersonen erstellen. Media flow part. III ging dem Verhältnis von filmischem Bild, Tanz und elektronischer Musik nach. Media flow part. IV ist der Perspektive der Musiker gewidmet, diese wurden nach aus ihrer Sicht besonders gelungenen Musikvisualisierungen befragt (zu media flow. part I, II, III und IV vgl. auch www.fluctuating-images.de). Die Ausstellungsreihe verlief bislang sehr erfolgreich: das zeigen Einladungen etwa nach Paris, London, Genf und San Francisco, wo die Screening-Programme präsentiert worden sind. Der fünfte Teil der media flow-Ausstellungsreihe, „music
onscreen“,
widmet sich Musikvisualisierungen mit onscreen-Musik und Einarbeitung
geschnittenen Klanges. „Onscreen“ meint dabei, dass eine
kausale Zuordnung der ertönenden Klänge zum visuellen Geschehen
möglich ist. Der einfachste Fall ist sichtbares Instrumentspiel.
Hierbei kann die Klangerzeugung vom Betrachter visuell an das Geschehen
beim Instrumentspiel gebunden werden. Gezeigt werden Videoarbeiten u.a. von Isabell Spengler und Daniel Adams (Berlin), Ola Simonsson & Johannes Stjärne Nilsson (Stockholm), Max Philipp Schmid (Basel), Thilo Kraft (Frankfurt), Aleksandar Nesic (Stuttgart), Kamil Goehrlich (Stuttgart), Robert Heel (Berlin), Benjamin B. Kinsley (Pittsburgh). Dank für kuratorischen Rat an Gabriel Shalom (Karlsruhe). Mit freundlicher Unterstützung der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, der Hypo-Kulturstiftung München und des Kulturamts der Landeshauptstadt Stuttgart
27. Oktober fluctuating images zu Gast beim shift festival, Basel. Präsentation
Audio/Visionen? Hybride Formen von Musik und Bewegtbild heute
10. November, 20.00 Uhr, Radiophone Kunst - Dinahbird, Jopo Stereo & Mono Monsieur (Paris) sowie Alessandro Oertwig und Michael Jotter (Stuttgart) zu Gast bei fluctuating images. In Kooperation mit der Plattform für freie Musik e.V., den Instituts Français Stuttgart und dem Freien Radio für Stuttgart
Dinahbird (Tonkünstlerin und Radioproduzentin, Musée d'Art
Moderne de la Ville de Paris) und Jean-Philippe
Renoult aka Jopostereo und Mono Monsieur (Komponist, Moderator, freier
Kurator Centre Georges Pompidou) sind auch 2007
wiederum zu Gast. Beide gehören zu den Mitgründern von Project
101 in Paris. Dinah Nuttall (Dinahbird) ist Radiokünstlerin und Feature-Journalistin.
Sie lebt in Paris und London. Jean-Phillipe
Renoult ist Autor, Radioproduzent und Soundkünstler. Er lebt in
Paris.
Jotters Schallwandlungen werden von Oetwig absorbiert, am linearen Verlauf
gehindert und in Schwallen und Scheiben bzw. Stückchen wieder verströmt
oder besser verstromt, also amplifiziert, und wieder absorbiert, zu guter
Letzt aber wieder verbreitet. Gelegentlich aber auch verbreitert. In
Jotter erregen die Oszillationen Oertwigs Verzückungen die als impulsive
Zuckungen in den Fingern zu immer neuen Geräuschzuständen aus
mit kleinen Klaviaturen versehenen, Mikrochip gesteuerten Generatoren
führen. (Achtung auch Drehregler sind mit von der Party.) Diese
Tonexpression wird wiederum von Oertwig eingesaugt und in elektrische
Verwirrung gebracht, was zu einer Fülle akusmatischer Erscheinungen
ausufert. Mit freundlicher Unterstützung des Medienteams der Landeshauptstadt Stuttgart.
13. Oktober, 20.00 Uhr, Daphne Dornbierer (Mitgründerin VJ Mapping Festival Genf) und Yves Schmid (Mitentwickler der Video-Software modul8, Genf) zu Gast bei fluctuating images im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Visual Music: live & discussed“
Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Visual Music:
live & discussed“. Diese Veranstaltungsreihe ist Teil des Projekts „Visual
Music“ (2007-2008) von fluctuating images und wird gefördert
von der Landesstiftung Baden-Württemberg. Daphne Dornbierer Yves
Schmid Mit freundlicher Unterstützung
08.-22. Juli „cover – music to graphics“ – Ausstellung mit Plattencovern und Hörstation Eröffnung: Sonntag, 08. Juli, 20.00 Uhr
Öffnungszeiten: Donnerstag 18.00h-20.00h, Samstag 16.00-18.00h, Sonntag 16.00h-18.00h Kuratoren: Cornelia Lund und Holger Lund, in Kooperation mit Pulver Records, Gastkurator: David Dufour
Dass Schallplatten in quadratischen Hüllen stecken, ist bekannt. Die Anforderung, Cover von Schallplatten einerseits auf die Musik abzustimmen, sie andererseits aus dem Umfeld der anderen Cover im Laden hervorzuheben, hat Cover zu einer gestalterischen Königsdisziplin werden lassen. Künstler wie Andy Warhol mit seinem berühmten Bananencover für Velvet Underground haben zur Wertschätzung von Covern beigetragen. Aber auch Josef Albers und viele weitere KünstlerInnen haben anspruchsvolle Covergestaltungen geliefert. Die Ausstellung „cover – music to graphics“ möchte das Thema der Covergestaltung aus zwei Perspektiven angehen. In einem eher historisch orientierten Teil soll erstmals das Quadrat im Quadrat thematisiert werden: jene Cover also, bei deren Gestaltung Quadrate eine Schlüsselfunktion in der Ästhetik und der Musikvisualisierung übernehmen. Denn nicht wenige Covergestalter reagierten auf die Formatvorlage und stellten das Quadrat in den Mittelpunkt ihrer Covergestaltung. Auch heute spielt bei bestimmten Musikrichtungen die Gestaltung von Plattencovern nach wie vor eine große Rolle, weil das ältere Medium aus klanglichen Gründen der CD oder dem MP3-Format vorgezogen wird. Vor allem bei DJ-Musik (Electro) und dem Hip-Hop dominiert weiterhin die Schallplatte. Als Beispiel für eine gelungene zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Covergestaltung sollen die sehr aufwendigen Cover-Produktionen des international tätigen Stuttgarter Plattenlabels Pulver Records (www.pulver-rec.com) präsentiert werden. Mit dieser Zusammenarbeit zeigen Pulver Records und fluctuating images auch erstmals eine sozusagen hausinterne Schau – beide bewohnen das gleiche Gebäude in der Jakobstr. 3. Neben den Cover-Gestaltungen von Pulver Records steht fluctuating images
mit der Schallplatten-Sammlung von David Dufour eine reichhaltige und
vom Sammler gut kommentierte Coverauswahl für den historischen Teil
der Ausstellung zur Verfügung. weitere Informationen: www.pulver-rec.com Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Landeshauptstadt Stuttgart
15. Juli Plattform für freie Musik
Die Reihe, veranstaltet und kuratiert von Oliver Prechtl und Anja Füsti, bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird sie zwischen Jazz, Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon. Visuelle Begleitung: Eva Schmeckenbecher Information: www.prechtlsound.de
19. Juli Bay Area Dance Music Videos, Screening-Abend kuratiert von Heike Liss und Nomi Talisman (San Francisco) - in englischer Sprache, Beginn: 20.00 Uhr
This video screening introduces works by San Francisco/Bay Area artists investigating the relationship of image and sound. Videos by: Glock & Shpiel (Dreamboat Where Are You?): Another
Day, Another Madcap Adventure, 2006, 3:33 min Claudia Esslinger, Breathing Lessons, 2006, 10:00 min Wenhua Shi, Crimson Haze, 2005, 6:00 min Lindsay Benedict, Band o' Butchers, 2006, 3:00 min Les Stuck, bars + tone, 2006, 5:46 Marc Horowitz, I Invented the Internet, 2006, 1:35
min dud, old house, 2006, 3:42 minutes Roger Ngim, Easy to Be Hard, 2006, 3:50 min Ruth Echkland, Rusalka, 2006, 3:30 min, Whirl, 20007,
0:38 min Heike Liss & Patrice Scanlon, Flowerfist, 2006,
5:00 min, Fancy Footwork, 2007, 5:00 min Nomi Talisman, The last Thing before the Last, 2006,
excerpt Michael Trigilio, Thanks for Giving My Number Back,
2006, 2 excerpts Gail Wight, National Agenda, 2007, 3:15 min.
16.-23. Juni, Exploring Party – Party als Kunst. Von Warhols EPI bis heute. Live-Performances, Grafikinstallation, Ausstellung, Screening, Vorträge
Zeitraum: 16.-23. Juni 2007 Programm (ausführliche Informationen als pdf (ca. 350KB) download) Samstag, 16. Juni 2007 Mittwoch, 20. Juni 2007 Freitag, 22. Juni 2007 Eintritt: 15,- Euro Samstag, 23. Juni 2007 Eintritt: 15,- Euro Grafische Gestaltung / Licht / Motion Graphic Ausstellung mit Monitorpräsentationen vom 16.-23. Juni 2007 im Württembergischen Kunstverein Jonas Mekas, Velvet Underground’s First Public
Appereance (1966) Öffnungszeiten der Ausstellung: Di-So, 11.00-18.00 Uhr, Mi 11.00-20.00 Uhr
Modeselektor
Grafik von Pfadfinderei für Modeselektor
Die Pfadfinderei
Dominik Eulberg
Videostill von Yvette Klein zu Dominik Eulbergs Rave Rabbit
Yvette Klein
Triple R
Inverse Cinematics
Alexandar Nesic
Anja Füsti
Alexandra Mahnke
Matthias Siegert
Oliver Moore
s&f (Maik Stapelberg und Daniel Fritz)
Filmstill aus Maya Deren "Ritual In Transfigured Time"
Ronald Nameth
Filmstill aus Ronald Nameth "Andy Warhol's Exploding Plastic Inevitable"
Filmstill aus Jonas Mekas "Velvet Underground’s First Public Appearance"
Filmstill aus Charles Wilp "afri cola filme"
Videostill aus Robert Heel vs. Binary Choice/ Collaboration Rec. "What Makes a Good Party" Das Projekt „Exploring Party“ geht der Geschichte der Party als experimentellem künstlerischem Format nach. Ausstellung, Vorträge, eine Grafikinstallation und drei multimediale Live-Performances bieten Auseinandersetzung und Reflexion zum Thema Party als Kunst. Eine besondere Rolle spielt dabei die Musikvisualisierung per Video. 1966 fasste Andy Warhol mit seinem Projekt „Exploding Plastic Inevitable“ die damaligen popkulturellen Tendenzen zusammen: Mehrfachprojektionen mit Dia und Film, Lichtinszenierung, Zuschauer als bewegte Leinwände, Tänzer, performative Aktion, Musik – Warhol konstruierte damit ein multimediales Zwitterereignis zwischen Kunst und Party. Dass Parties zu Kunst transformiert werden können, ist beispielsweise schon bei Maya Derens filmischen Experimenten wie „Ritual in Transfigured Time“ (1946) zu erkennen und ist seitdem immer wieder, vor allem filmisch, fortgeführt worden, u.a. mit Sam Tayler-Woods „Third Party“ (1999). Seit längerem also wird die Party als experimenteller Kunstraum erkannt und genutzt. Sie kann als Format für experimentelle Energien gelten – was die Veranstaltung „Exploring Party“ vorführen und thematisieren möchte. Hierbei erscheint die Party nicht als Beiwerk einer Kunstveranstaltung, sondern sie wird in ihrer historischen und aktuellen Bedeutung für die Kunstproduktion untersucht. Mit drei multimedialen Live-Performances wird erstmals die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Party via Musik, VJs (Videojockeys), Tanz und Graphik bzw. Motion Graphic direkt in den Räumen einer Kunstinstitution in den Mittelpunkt gestellt. Visual Music, jene von Musikern und VJs umgesetzte audiovisuelle Performance, die, vom Club- und Partykontext kommend, inzwischen in die Vor- und Seitenräume von Kunstinstitutionen Eingang gefunden hat, soll den Kernpunkt der Live-Veranstaltungen bilden. Dies geschieht u.a. mit einem eigens für „Exploring Party“ entwickelten
audiovisuellen Live-Set von Modeselektor (Musik) und Pfadfinderei (Visuals),
die bereits mit ihrer Labland-Show u.a. im Centre Georges Pompidou (Paris)
und der Volksbühne (Berlin) zu sehen und hören waren, sowie
mit einem eigens für „Exploring Party“ entwickelten
audiovisuellen Live-Set von Yvette Klein (Video) und Christian Jamin
(Video) mit Dominik Eulberg (Musik) und Triple R (Musik). Matthias Siegert
(Video) ist nicht nur für die Motion Graphic zu den Live-Performances
verantwortlich, zusammen mit Inverse Cinematics (Musik) gestaltet er
ein audiovisuelles Live-Set mit Party-Footage und den graphischen Elementen
von s&f. Hauptbezugspunkt für das Thema „Party als Kunst“ ist
Andy Warhols EPI. Dieses zentriert sich um zwei wesentliche Ideen: die
Akkumulation von Medien und die Verschränkung von Medien – beides
auf neue Art und Weise. Da bereits die Besucher des EPI von dem geballten
Medieneinsatz teilweise überfordert waren und den Eindruck hatten,
einem medialen Overkill ausgesetzt zu sein, erscheint die zweite Idee,
die Verschränkung von Medien, verfolgenswerter. Exploring Party wird gefördert von: Landesstiftung Baden-Württemberg, MFG Filmförderung Baden-Württemberg, Medienteam der Landeshauptstadt Stuttgart, Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Stiftung Landesbank Baden-Württemberg, Schwedische Botschaft, Audi Zentrum Stuttgart, Prolab Stuttgart, afri cola, Haller Löwenbräu, Smirnoff Ice sowie Rilling Sekt. Elektroakustische Unterstützung: f.concept – licht + tontechnik (www.f-concept.de). Medienpartner: Lift Stuttgart und re.flect. Weitere Informationen: www.modeselektor.com -
Modeselektor Exploring Party ist Teil des zweijährigen Projekts „Visual Music“ (2007-2008) der Medienkunstgalerie fluctuating images e.V. und wird gefördert von der Landesstiftung Baden-Württemberg.
31. Mai, Präsentation AM12 - Releaseparty, 20.00 Uhr Live: blink and remove - kollektiv für gestaltung (visuals) und mycrotom / volka glück (music)
Am 31. Mai 2007 feiert die AM12 in der Galerie „fluctuating images.contemporary
media art e.V.“ ihre Releaseparty. Die zwölfte Ausgabe wurde von Andrea Appenzeller und Daniela Steidle
(Studiengang Kommunikations-Design) zu dem Thema „die Wahrnehmung
des Menschen“ gestaltet und trägt den Titel: Fünf Sinne. Das Magazin wird in Bild und Ton präsentiert. Es wird eine Ausstellung
ausgewählter Themen, Fotografien und eine Modestrecke zur Schönheit
des Makels geben. Zur Musik von mycrotom und volka glück werden
die VJ´s von "blink and remove - kollektiv Zur Modestrecke:
"Die Schönheit des Makels" ist der Titel der Modekollektion,
welche in den Akademischen Mitteilungen 12 veröffentlicht wird.
Das freie Projekt entstand aus der Zusammenarbeit der Textildesignerin
Sabine Egler und der Modedesignerin Miriam Lehle. Beide betreiben das
Modelabel "apeal". Zu den Visuals:
Blink and remove ist ein dreiköpfiges Kollektiv für Gestaltung aus München/Regensburg und macht Videokunst und Mediengestaltung, also bewegte Bilder zwischen Clubvisuals, Musikvideo und Kurzfilm sowie Printgrafik und Artwork. Zur Musik: Spätestens seit der Veröffentlichung ihrer Kollaboration beim Remixcontest des Jeans Team Klassikers "Das Zelt" (louisville) taucht der Lesefix-Remix von tom mycro & volka glück auf internationalen Playlisten & Podcasts auf. Unterstützt durch ableton live tun sich tom mycro und volka glück als live/DJ duozusammen. Um die Kunstszene zu unterhalten. Style: indie tronik pop hop. Weitere Informationen: www.amzwoelf.de und www.blnk.net sowie www.mycrotom.com und www.stockwerk23.de
Donnerstag, 24. Mai 2007, 20.00 Uhr, audio/visuell – Videopräsentation von Studierenden der Universität Stuttgart und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zum Thema Visual Music
mit Videos von: Azmi Abu Ishak, Jawad Abu Sinni, Beata Ceglarska, Hamid
Dulovic, Jakob Fahlbusch, Kamil Görlich, Tobias Hahn, Zofia Izewska,
Stefan Kratt, Alexandar Nesic, Christiane Prehn, Benjamin Springmann,
Jakob Wolfrum Präsentiert werden die Ergebnisse des Seminars „audio/visuell“, in dem sich die Studierenden ein Semester lang unter der Leitung von Dr. Cornelia Lund und PD Dr. Erwin Herzberger am Institut für Darstellen und Gestalten 1 der Universität Stuttgart mit der Frage des Zusammenspiels von Bild und Ton im Medium Film beschäftigt haben. Dabei sind Arbeiten entstanden, die den unterschiedlichen Ausformungen des Themas Musikvisualisierung Rechung tragen: Vom Musikvideo bis hin zur Generierung eigener Bilder und eigenen Soundmaterials. Ein neuartiges, rollendes Kamerastativrad wurde gebaut, musikalisch Kuchen gebacken und Feuerzeuge porträtiert. Das Seminar audio/visuell ist Teil einer hochschulübergreifenden
Seminargemeinschaft, die im vergangenen Wintersemester aus unterschiedlichen
Perspektiven das Thema Visual Music untersucht hat: Die praktische Umsetzung
von Visual Music konnten die Studierenden im Seminar „audio/visuell“ erproben.
Eine historische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema boten
ein Seminar zum Musikvideo (Prof. Dr. Hans Dieter Huber, Kunstgeschichte,
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Prof. Mini
Schulz, Institut für Jazz und Popularmusik, Staatliche Hochschule
für Musik und darstellende Kunst Stuttgart) und ein Seminar zur
Visual Music (Dr. Cornelia Lund und Dr. Holger Lund, Institut für
Kunstgeschichte, Universität Stuttgart). Im Sommersemester 2007
verfolgt das Seminar „Sound & Vision“ (Dr. Cornelia Lund,
Kunstgeschichte, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)
die Frage audiovisueller Kombinationen in der bildenden Kunst und in
angrenzenden Bereichen weiter.
11.-13. Mai, Festival Plattform für freie Musik | extended
Die Plattform für freie Musik stellt zum zweiten Mal ein handverlesenes
Programm mit überregionalen Künstlern aus dem Bereich der improvisierten
Musik vor. Die Veranstalter Oliver Prechtl und Anja Füsti laden
vom 11.-13.05. Musiker, die sich im Spannungsfeld von Neuer Musik, Jazz
und Elektronik bewegen, in die Medienkunstgalerie fluctuating images
ein.
11.05. Wiener Nacht, 20.00 Uhr NotTheSameColor dieb13: turntables, computer, devices aerom Markus Decker - electronics
Christoph Schiller, Spinett (Basel)
mit Atzlinger, B. Kysela, Senoner, S. Füsti, A. Füsti, Maos, Hanfreich, Prechtl, M.L. Kysela
Für weitere Informationen: Oliver Prechtl Mit freundlicher Unterstützung: Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart und LBBW Stiftungen der Landesbank
Sonntag, 6. Mai 2007, 20.00 Uhr, Visual Music live & discussed:
1 Raum - 3 Aspekte
Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Visual Music:
live & discussed“.
Diese Veranstaltungsreihe ist Teil des Projekts „Visual Music“ (2007-2008)
von fluctuating images. 1 Raum – 3 Aspekte Ausgangspunkt für das mehrschichtige audiovisuelle Zusammentreffen ist der Raum – in diesem Fall konkret der Galerieraum. Kurt Laurenz Theinert (Projektion), Alexandra Mahnke (Tanz) und Markus Birkle (Gitarre) gestalten und interpretieren dabei den Raum mit ihrem jeweiligen künstlerischen Ausdrucksmittel – Licht, Bewegung oder Klang. Dem hörenden Betrachter, selbst Teil des Raums, eröffnet sich aus den drei sich überlagernden Aspekten ein spezieller, audiovisueller Wahrnehmungsraum. Das Visual Piano, ein weltweit einzigartiges Instrument, mit dem sich bewegte (Raum-)Bilder und Lichtgrafiken erzeugen lassen, wurde von dem Lichtkünstler und Fotografen Kurt Laurenz Theinert gemeinsam mit den Softwareentwicklern Roland Blach und Phillip Rahlenbeck konzipiert und hergestellt. Die grafischen Muster von Theinert sind live gespielt und in Echtzeit erzeugt. Alexandra Mahnke, diplomiert für modernen Bühnentanz an der Folkwang-Hochschule in Essen, sieht Tanz als Kommunikation im Raum, als Raumkunst losgelöst von der klassischen Bühnensituation. Sie kommuniziert mit anderen Tänzern, mit Betrachtern oder, wie in diesem Fall zusätzlich mit visuellen Lichtelementen, die nicht beleuchten sondern Raum und Körper modellieren. Dazu improvisiert Markus Birkle an der Gitarre. Wer seine virtuosen Klanggebilde kennt – etwa bei der Vertonung von Stummfilmen wie Nosferatu – und zudem sein Spiel als Konzert- und Studiogitarrist der Fantastischen Vier sowie bei Netzer, benötigt kaum weitere Erklärungen. Allen anderen sei diese Veranstaltung des Ausnahmemusikers ans Herz gelegt, um seine Arbeit im audiovisuellen Bereich kennen zu lernen. Die Veranstaltung ist Teil des zweijährigen Projekts „Visual Music“ (2007-2008) der Medienkunstgalerie fluctuating images e.V. und wird gefördert von der Landesstiftung Baden-Württemberg.
29.04. Screening media flow pt.4 und Preview media flow pt.5 beim VJ-Mapping in Genf
Videos von: mateuniverse (New York/Berlin), Gustavo Matamoros (Miami), Hoványi Gábor (Budapest), zeitguised (London), Swayzak (London), Goldt (Berlin), Fried Dähn (Stuttgart), Isabell Spengler und Daniel Adams (Berlin), Thilo Kraft (Frankfurt), Aleksandar Nesic (Stuttgart), Kamil Goehrlich (Stuttgart), Robert Heel (Berlin).
01. April, Plattform für freie Musik präsentiert: Reinhard Köhler & Andreas Usenbenz - Klangmikroskopien, 20.00h
Die Reihe, veranstaltet und kuratiert von Oliver Prechtl und Anja Füsti, bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird sie zwischen Jazz, Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon. Plattform für freie Musik präsentiert: Reinhard Köhler & Andreas Usenbenz: Klangmikroskopien "Klangmikroskopien" heißt der heutige Abend. Auf der
Bühne stehen neben den beiden Musikern auch analoge Kleinst-Synthesizer,
ein Klappauf-Elektronengehirn, ein Soundboard, Gongs, Glocken, Klangschalen
sowie ein kleiner und sozusagen prähistorischer Analog-Roboter.
Das Duo Reinhard Köhler und Andreas Usenbenz nimmt sich ungewöhnliche
Klänge vor, Visual Art: Eva Schmeckenbecher Information: www.prechtlsound.de
23.-25. März, Graphics.open.01, veranstaltet von der Lazi-Akademie, Esslingen, kuratiert von Lu Pfeiffer. In Kooperation mit "novum. world of grapic design" 23. März 2007 - Vernissage: 19.30 Uhr
Die Lazi Akademie in Esslingen bei Stuttgart ist eine staatlich anerkannte Privatschule mit Ausbildungs- und Studiengängen in den Bereichen Film- und Mediendesign, Grafikdesign, Fotodesign und Film. Die Entwicklung kreativer Ideen ist zentraler Bestandteil der Ausbildungsphilosophie. Deshalb trainieren Studierende im Fachbereich Grafikdesign ihre gestalterischen Fähigkeiten sowie methodisches Vorgehen von Anfang an intensiv an Kommunikationsaufgaben aus der Berufspraxis und nehmen regelmäßig an internen wie externen Wettbewerben teil. Erstmalig hat die Fachbereichsleiterin für Grafikdesign, Lu Pfeiffer,
nun mit Graphics.open.01 einen Coverdesign-Wettbewerb ins Leben gerufen
sowie die Kooperation mit Novum und fluctuating images angestoßen. Weitere Informationen erteilt gerne Lu Pfeiffer unter 0711-9378380 oder
unter www.lazi-akademie.de
25. Februar-18. März, Lange Nacht der Museen: 17.03.2007, „vis motrix“, Fotoausstellung mit Dye Transfer Prints von Egbert Haneke Eröffnung: Sonntag, 25. Februar, 19.30 Uhr Öffnungszeiten: Do 18.00-20.00, Sa/So 16.00-18.00 und n.V. Lange Nacht der Museen 2007: 19.00-02.00 Uhr
Bilder von Egbert Haneke, und zwar in Dia-Überblendtechnik, waren bereits 2004 bei der Eröffnungsausstellung der Medienkunstgalerie fluctuating images zu sehen. Seine Konzentration auf Materialkontraste und auf das Zusammen- oder Widerspiel von urbaner Natur und architektonischem Stadtraum hat er seitdem weiterentwickelt. Zudem hat er inzwischen sein über sechs Jahre währendes Forschungsprojekt zur Dye-Transfer-Drucktechnik abgeschlossen, die wie kein anderes fotografisches Verfahren seiner Bildwelt entspricht. Hanekes Rekonstruktion des aus den 1930er Jahren stammenden, von Kodak entwickelten Druckverfahrens erweitert gleichzeitig die mediale Dimension der Fotografie. Dies insofern, als Haneke von analogen Kleinbilddias ausgeht, sie anschließend digital verarbeitet, um die Bilder dann wieder in das analoge Druckverfahren des Dye-Transfer-Prints, also der Farbstoffübertragung, zurückzuführen. Haneke hat hiermit ein weltweit einmaliges fotografisches Druckverfahren entwickelt. Die fotografischen Arbeiten der Bildgruppe "Vis Motrix" von
Egbert Haneke zeigen durchweg Selbstverständliches, Unspektakuläres
und Triviales der uns umgebenden Welt. Spiegelungen in Glasscheiben und Reflektionen auf Wasseroberflächen treiben ein Spiel mit sich überlagernden Ebenen. Zäune und Gitter, die den Blick auf das Bild verwehren wollen oder Pflanzenfragmente einkeilen, Flächen, auf denen bei aller Ödnis auch noch die letzten Steinbrocken, als Protagonisten, aus dem Zentrum des Bildes geschoben scheinen. Ein Unkrautpionier bahnt sich seinen widrigen Weg durch einen minimalen Riss. Die Bildmotive aus Hanekes Archiv-Kategorien „Natur-Kultur-Abfall“ stehen gleichwertig und ohne Konkurrenz nebeneinander. Zusätzliche Informationen, welche eine topografische oder zeitliche Einordnung der Motivik ermöglichen könnten, fehlen. Auch der Versuch, eine solche Annäherung selbst zu unternehmen, bleibt vage, assoziativ und scheitert schließlich. Ebenso sind narrative Stränge oder Elemente in dieser Bildgruppe zunächst nicht zu finden. Hergestellt sind diese Bilder mit einem modifizierten Druckverfahren der 1930er Jahre, Dye Transfer, bei dem reine Farbstoffe auf einen Baryt-Karton übertragen werden. Die opulente Farbigkeit, die kaum erklärbare dreidimensionale Raumwirkung und die ungewöhnlich hohe Definition dieser Dye-Transfer-Drucke vermitteln eine Prägnanz, welche die Bildmotive als außergewöhnliches Licht- und Farbereignis präsentiert. Das Prinzip der fotografischen Abbildung, welches das Wesen der Fotografie ist, scheint hier durch eine eigentümlich andere Bildwirkung so weit erodiert, dass ein Blick auf das eigentliche Bild frei wird. Die Abbildhaftigkeit der Fotografie wird zugunsten einer Bildhaftigkeit aufgegeben. Mit freundlicher Unterstützung des Medienteams der Landeshauptstadt
Programm Lange Nacht: Fotoausstellung "vis motrix" in den Galerieräumen und Rauminstallation "Das geschachtelte Bild" im Galeriekeller Das geschachtelte Bild - Eine Rauminstallation von Matthias Siegert und Marcos Zevallos Mittels Manipulation von Information können „echte“ Objekte
noch „echter“ erscheinen. Fotoausstellung und Rauminstallation nehmen aufeinander Bezug: während Egbert Haneke mit den Dye Transfer Prints das fotografische Bild unglaublich präzise, materiell-physisch „echt“ wirken lässt, wird just diese Echtheit von fotografischen Bildern mit der Rauminstallation in Frage gestellt.
16. Februar Sektion Visual Music bei der 95. CAA-Conference New York. Sektionsleitung: Cornelia Lund
Hilton New York Visual Music Chair: Cornelia Lund, Fluctuating Images. Contemporary Media Art Programme: The Silent Music Is Finally Heard: Early Experiments in Visual Music Designing in Time Nicolas Schoeffer’s Visual Music: The Regulation of All the Senses Performing Pictures/Picturing Performance: Some Efforts to Distinguish
Visual Music from Music Videos If You Could See It, Then You’d Understand: Visual Musician Mark
Romanek and Coldplay’s Speed of Sound Weitere Informationen: http://conference.collegeart.org/2007/
03.-04. Februar Schrecklich-Schön - Lack-Leder-Installationen mit Musik von Icasol (pulver records), Eva Bauer Eröffnung: Samstag, 03. Februar, 20 Uhr Öffnungszeiten: Sonntag, 04. Februar, 15-18 Uhr
Wenn die Schönheit die Herrin der Gesellschaft ist, so braucht sie auch Diener, die ihre Botschaft verkünden und ihr helfen, noch mehr Ruhm und Anerkennung zu erhalten. Ein langjähriger Diener der Schönheit ist das Schönheitsideal, welches eine mittelnde Rolle zwischen der Herrin und der Gesellschaft einnimmt. Es macht Schönheit greifbar, indem es in einer Gestalt zum Ausdruck kommt und somit angestrebt werden kann. Die Ausstellung handelt von der Ambivalenz der Schönheitsideale, welche schon Jahrhunderte lang mit Eifer angestrebt und bis ins Extrem nachgeahmt wurden. Wenn man die Geschichte der Schönheitsideale betrachtet, so stellt man fest, dass einige der angestrebten Ideale heutzutage wie Formen von Folter wirken und so absurd erscheinen, dass das Wort „Schönheitsideal“ sarkastisch klingt. Schon Urvölker schnürten mit Tüchern und Holzlatten die Köpfe ihrer Kinder ein, so dass der Kopf zur Stirn hin verjüngt und eierförmig wurde. Später wurde die Damentaille mit einem Korsett so eingeschnürt, dass sich die Organe eine neue Position suchen mussten. Schwangerschaften führten häufig zu Fehlgeburten. Bei diesen extremen Formen des Schönheitsideals handelt es sich
nicht etwa um ein veraltertes Muster der jeweiligen Gesellschaft. Auch
heute wird bedingungslos, häufig fanatisch, versucht dem vorgegebenen
Schönheitsideal zu entsprechen. Dem modernen Körper werden
Muster eintätowiert, Silikonimplantate eingesetzt, er wird bis auf
die Knochen heruntergehungert und durch den neuesten medizinischen Stand
bis zur Unkenntlichkeit verändert. Dienen diese Varianten des Schönheitsideals
dazu, den Charakter zu unterstreichen, oder ist ein Fluchtversuch aus
dem eigenem Körper die Motivation? Ist es allein das Streben nach
Schönheit oder vielmehr eine Abgrenzung von bzw. eine Integration
in eine gesellschaftliche Gruppe? Eva Bauer studiert Kulturgestaltung an der FH Schwäbisch Hall. Diese Ausstellung ist ihre Diplomausstellung.
31. Januar Cross Currents 3: media flow. videoventure on electronic music pt.3 and pt.4 - zu Gast bei The Lab, San Francisco
Weitere Informationen: www.thelab.org und unter "Archiv 2005" (media flow pt.3) sowie "Archiv 2006" (media flow pt.4).
11.-19. Januar mit Präsentationen am 11., 14. und 19. Januar I COULD BE YOU - 7 KünstlerInnen zum Thema alter ego: Alex
Bag (USA), Keren Cytter (Israel), Kate Gilmore (USA), Shana Moulton
(USA), Laura Parnes (USA), Elodie Pong (CH), Isabell Spengler (D) veranstaltet von der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, in Kooperation mit fluctuating images und in Zusammenarbeit mit dem 20. Filmwinter Stuttgart
Vernissage: Donnerstag, 11. Januar, 20.00 Uhr Öffnungszeiten: Donnerstag & Freitag, 18.00-20.00 Uhr, Samstag & Sonntag 16.00-18.00 Uhr ALTER EGO ROLE PLAY Im frühen 20. Jahrhundert wurde der Begriff „Alter Ego“ für
die so genannten falschen Identitäten schizophrener Patienten verwendet.
Seitdem hat sich die Definition erweitert zu einer persönlichen
Eigenschaft, die als zweites Ich nach Aussen getragen wird. Gezeigt werden u.a.: THE ARTIST’S MIND, 1996, Alex Bag (USA) Weitere Informationen zu den Videos: download pdf Die Ausstellung wird kuratiert von Alexandra Blättler (Kuratorin, Zürich) und Jen Liu (Künstlerin, Solitude-Stipendiatin 2006, New York). Ort: Weitere Informationen: www.akademie-solitude.de und www.wand5.de/fiwi2007/
09. Januar: as seen on the radio - fluctuating images zu Gast bei Bär on Air
19.00 Uhr, 99,2 MHZ oder 102,1 Kabel |
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