Archiv 2004

 

26.12. Plattform für freie Musik Plattform für freie Musik



Konzert am Sonntag, 26. Dezember 2004, ab 20.00h
fluctuating images, Jakobstraße 3, Stuttgart (Mitte).

In der Galerie fluctuating images findet am Sonntag, 26. Dezember 2004,
20.00h, das sechste Konzert der Reihe "Plattform für freie Musik" statt,
veranstaltet von Tim Blechmann, Anja Füsti und Oliver Prechtl. Die Reihe
bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten
Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird sie zwischen Jazz,
Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf
Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon.
Visuelle Gestaltung: bibi_melange.

Informationen: www.prechtlsound.de, www.mokabar.tk
Kontakt: timblechmann@gmx.de

17.12. Konzert Takashi Wada und Solovyev



Takashi Wada und Solovyev

Konzert am Freitag, 17. Dezember 2004, ab 20.00h
Medienkunstgalerie fluctuating images. contemporary media art, Jakobstr.3,
70182 Stuttgart (Mitte)

Der 22 Jahre alte japanische Elektropopmusiker wurde in Fukushima geboren
und studiert seit dem 16. Lebensjahr Musik, zuerst in New York, nun in
Paris. Seine Musik ist geprägt von Ambient, Elektronik und einem fast
schon mysteriösem Talent, einfachste musikalische Elemente am Kitsch vorbei
glaubwürdig, ruhig und gelassen zu inszenieren.
Takashi Wada tritt zusammen mit Jörg Koch/Solovyev auf. Der Gründer des
Stuttgarter Labels onitor spielt an diesem Abend ein ebenfalls
kontemplatives Gemenge aus Field Recordings, Dub und Minimal.

Informationen:
http://www.onitor.de

16.12.2004 Plattform für freie Musik



Plattform für freie Musik präsentiert:
Christan Eremia - Gitarre
Goh Lee Kwang & Tim Blechmann

Konzert am Donnerstag, 16. Dezember 2004, 20.00h
fluctuating images. contemporary media art
Jakobstr.3
70182 Stuttgart (Mitte)

In der Galerie fluctuating images findet am Donnerstag, 16. Dezember
2004, 20.00h, das erste Featurekonzert in der Reihe "Plattform für freie
Musik" statt, veranstaltet von Tim Blechmann, Anja Füsti und Oliver
Prechtl. Innerhalb der Reihe wird es immer wieder auch Featurekonzerte
geben, bei denen Musiker ein Konzertprogramm spielen.

Set 1: Christian Eremia - Gitarren

Set 2: Goh Lee Kwang & Tim Blechmann
Lee Kwang Goh, Prepared Mixer
Tim Blechmann, Laptop

Informationen:
http://www.geocities.com/herbalrecords
http://www.geocities.com/ndesirestudio
http://yat.ch/emacm/
http://www.mokabar.tk

11.12. Rotlichtkonzert #5

Videotanzperformance von Jean Christophe Blavier und Matthias Siegert



Audiovisuelle Live-Performance am Samstag, 11. Dezember, ab 20.00h
fluctuating images, Jakobstraße 3, Stuttgart (Mitte).

Im Rahmen der audiovisuellen Rotlichtkonzerte in der Medienkunstgalerie
"fluctuating images", veranstaltet von Matthias Siegert, wird das fünfte
Konzert gebildet von einer Videotanzperformance von Jean Christophe Blavier
und Matthias Siegert.
Gespielt wird mit der An- und Abwesenheit eines Tänzers, der zwar
körperlich in der Galerie vorhanden ist und dort auch tanzt, den
Zuschauerblicken jedoch verborgen ist. Lediglich medial vermittelt, per
Live-Video, wird er zu sehen sein. Real den Blicken entzogen, gewinnt sein
Tanz also nur durch die Videobearbeitung, die live geschieht, eine
Sichtbarkeit. Ergänzt wird das Spiel von An- und Abwesenheit um
dazugemischte, vorpräparierte Videosequenzen, so dass die Grenze von
Live-Video und Studiovideo thematisiert wird.

Informationen: www.moving-angel.com

27.11. Rotlichtkonzert #4 - Malaysia



Audiovisuelle Live-Performance am Samstag, 27. November, ab 20.00h
Fluctuating Images, Jakobstraße 3, Stuttgart (Mitte)

Im Rahmen der audiovisuellen Rotlichtkonzerte in der Medienkunstgalerie
"fluctuating images", veranstaltet von Matthias Siegert, wird es beim
vierten Konzert um Bild- und Soundexplorationen aus Malaysia gehen. Daniel
Vujanic und Matthias Siegert erkunden Kuala Lumpur, die Hauptstadt
Malaysias auditiv und visuell, um mit dem mitgebrachten Material eine
Live-Performance durchzuführen.
Das Rotlichtkonzert findet zeitlich parallel zur Ausstellung „media flow.
videoventure on electronic music“ statt, bei der Matthias Siegert
gleichfalls mit einem Beitrag vertreten ist.

elektronisch geheugen präsentiert:

ELLIOTT SHARP (N.Y.)

Freitag 26. November 2004

Solo - Tectonics

E# plays bassclarinet, laptop, guitarbass



In seiner kontinuierlichen Erforschung der Grenzen von Komposition und
Improvisation hat der New Yorker Musiker Elliott Sharp verschiedene
Arbeitsmodelle entwickelt, die z.T. auf mathematischen Prinzipien beruhen
und zyklisch in seinem Werk wiederkehren. Die Musik von Tectonics, die auf
dem für Sharp typischen Vokabular sich in ihrer Dichte ständig
verändernder Texturen, Klangfarben und Grooves basiert, verschmilzt seine
ganz eigenständige und höchst virtuose improvisatorische Stilistik mit
Momenten kontrollierter Form.

Elliott Sharp gilt heute als eine der prägenden Musikerpersönlichkeiten
der New Yorker Downtown-Szene. 1977 gründete der
Komponist, Instrumentenbauer, Theoretiker und Multiinstrumentalist sein
eigenes Studio und Plattenlabel "zOaR". Zu seinen wichtigen Projekten
zählen Avantgardegruppen wie Carbon und Tectonics, aber auch die Bluesband
Terraplane. Sharps Kompositionen wurden u.a. vom Kronos Quartet, dem
Ensemble Modern, dem Soldier String Quartet oder dem Zeitkratzer Ensemble
aufgeführt. Zu seinen ständigen musikalischen Partnern gehören u.a. die
Cellistin Frances-Marie Uitti, der Turntable-Spieler Christian Marclay,
die Harfenistin Zeena Parkins, der Saxophonist John Zorn oder der
Schlagzeuger Bobby Previte, mit dem Sharp derzeit durch Europa tourt.

14.11. Plattform für freie Musik



Konzert am Sonntag, 14. November 2004, ab 20.00h
fluctuating images, Jakobstraße 3, Stuttgart (Mitte).

In der Galerie fluctuating images findet am Sonntag, 14. November , 20.00h,
das fünfte Konzert der Reihe "Plattform für freie Musik" statt,
veranstaltet von Tim Blechmann, Anja Füsti und Oliver Prechtl. Die Reihe
bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten
Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird sie zwischen Jazz,
Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf
Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon.
Visuelle Gesaltung: bibi_melange.

IInformationen: www.prechtlsound.de
Kontakt: timblechmann@gmx.de

07.11.-05.12.2004 media flow.
videoventure on electronic music



video:
Graw Böckler (Deutschland/Köln; Raum für Projektion), Yvette und Jacqueline
Klein (Deutschland/Köln; Traum, Trapez, MBF), Matthias Siegert und Ilja
Knesovic/visuarte (Deutschland/Stuttgart), Kartin Asen
(Deutschland/Ravensburg)

audio:
Riley Reinhold (Deutschland/Köln; Traum und Kompakt), Joachim Spieth
(Deutschland/Stuttgart; Onitor und Kompakt), Thomas Brinkmann
(Deutschland/Köln; Traum), Resonator (Deutschland/Münster) u.a.

audiovisual: Gabriel Shalom (USA/New York)

Audiovisuelle Installation, Screening-Programm

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 07. November 2004, 19.30h mit
Präsentationen der Ausstellenden

Ausstellungsdauer: 08. November - 05. Dezember 2004

Ort: fluctuating images.contemporary media art,
Jakobstr.3, 70182 Stuttgart (Zentrum)

Die Ausstellungreihe „media flow. videoventure on electronic music“ gilt
dem Phänomen der visual music, einer zeitgenössischen Praxis der visuellen
Musik. Seit Mitte der 90er-Jahre werden verstärkt Live-Visualisierungen,
sogenannte visuals, zu meist elektronischer Musik projiziert, vor allem bei
Raves und in Clubs. VJs (visual oder video jockeys) projizieren dabei mit
Video-Beamern digitale Videosequenzen oder schalten diese auf Bildschirme.
Visual music kann daher auch als eine Art Live-Cinema verstanden werden,
mit oft mehreren, auf die räumlichen Verhältnisse abgestimmten Bildflächen.
Die visuals selbst können abstrakt oder figurativ sein, narrativ sind sie
allerdings eher selten. Inzwischen gewinnen auch Studioproduktionen von
visual music immer mehr an Gewicht, bedingt durch die wachsende Zahl von
DVD-Beigaben zu CD-Releases und die Gründung von DVD-Visual-Labels. Mit den
Studioproduktionen nähert sich die visual music den Musikvideos an, die
Grenzen werden durchlässiger.

Die Ausstellungsreihe soll aktuelle Entwicklungen im Bereich der visual
music aufzeigen. Dazu werden Visualisierer aus unterschiedlichen Bereichen
eingeladen, um unterschiedliche Arten des visuellen Umgangs mit Musik
aufzuzeigen. Je nach Herkunft der Visualisierer, beispielsweise aus den
Bereichen Kunst, Architektur oder Design, fällt der Zugriff auf das
visuelle Material und die visuelle Realisierung anders aus.

Die für „media flow. videoventure on electronic music. part I“ ausgewählten
Visualisierungen stammen aus den Bereichen Kunst (Graw Böckler, mehrmalige
MUVI Award Gewinner Oberhausen; Gabriel Shalom, audiovisual artist),
Architektur (Matthias Siegert, Teilnehmer Internationales Videofestival
Bochum; Jacqueline Klein, Labelvisualisiererin von Traum; Yvette Klein,
Video, Animationen, Installationen) und Mediendesign (Ilja
Knesovic/visuarte und Katrin Asen).

Die ausgewählte Musik stammt vorwiegend aus dem Bereich der elektronischen
Musik. Mit ihr wird bewusst eine relativ homogene Musikauswahl angestrebt,
um die visuellen Differenzen stärker in den Vordergrund treten zu lassen.

Die Ausstellungsreihe „media flow. videoventure on electronic music“ fußt
auf der gleichnamigen Studioproduktion, die im Rahmen der ersten
Ausstellung mit dem visual von Matthias Siegert zur Musik von Joachim
Spieth releast wird.
Die Musikvisualierungen von Graw Böckler „This Time Last Year“, „Because“
und „How to play a record“ zu Musik von Mantler, Ulf Lohmann und Tujiko
Noriko pendeln zwischen Musikvideo, Kunstvideo und visual. Ihr Zugriff auf
die Musik basiert auf der ästhetischen Wahl alltäglicher Situationen und
filmischer Mittel wie Beschleunigung oder Mulitlayering. Dieser Zugriff
transzendiert einerseits die Musik, andererseits werden auch die
Bildsequenzen von der Musik transzendiert – so eng ist die audiovisuelle
Infizierung geraten.
Für Yvette Kleins Video „Occupy“ hat der Musiker Riley Reinhold eine
Auswahl von Musikstücken von Thomas Brinkmann kuratiert, die zum stets
geloopten Video gespielt werden. Auf diese Weise kommuniziert das Video mit
mehreren Musikstücken. Dadurch wird die übliche Hierarchie und das
zeitliche Zusammenspiel von Musik und Video geändert, die adaptiven Kräfte
von Bildern zu Musik werden freigesetzt.
Katrin Asen bewegt bei „motion in contrast“ die Kamera zur Musik von
Resonator und erreicht damit eine bewegungsorientierte visuelle Umsetzung
der Musik, gleichsam mit dem Tanz einer Kamera.
Ausschließlich mit der Bearbeitung einer kurzen Filmsequenz, die Sophia
Loren beim Versprühen von Mückengift zeigt, bestreitet Ilja Knesovic seine
Visualisierung zur Musik von Tim Blechmann und Oliver Prechtl.
Gabriel Shalom hat mit „Small Room Tango“ ein audiovisuelles Werk
geliefert, bei dem nicht nur Ton und Bilder von ihm stammen, sondern er
zudem der musikalisch-schauspielerisch Ausführende ist. Shalom sieht den
Schnitt als das entscheidende Kriterium audiovisueller Produktionen an und
löst die Bilder spielender Klavierhände von der Musik, um sowohl einen Tanz
der Finger als auch einen Tanz des Schnittes zu erzeugen.

Die Ausstellung wird gefördert von:

Medienteam der Landeshauptstadt Stuttgart
MFG Filmförderung Baden-Württemberg
Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
Unternehmen Form, Stuttgart, www.unternehmenform.de
f_concept. ton-licht-medientechnik, Stuttgart, www.f-concept.de

www.raumfuerprojektion.de
www.kompakt-net.de
www.traumschallplatten.de
www.onitor.de
www.resonator.de
www.tweakybambino.com
www.visuarte.de
www.siegert.cc

 

21.10.-02.12.2004 O.V.

von Paola Yacoub Michel Lasserre



Medienkunstgalerie fluctuating images. contemporary media art
Jakobstr. 3, 70182 Stuttgart

Ausstrahlung von wöchentlich wechselnden Flash-Filmen jeweils Donnerstags,
vom 21. Oktober 2004 bis 02. Dezember 2004 von 18.00-20.00 Uhr, also
insgesamt über sieben Wochen hinweg. Zudem wird Zugang zur interaktiven
Website gewährt, die Teil des Projektes „O.V.“ ist. Ferner liegen
Dokumentationen zum Projekt bereit.
Das Projekt, das bereits in einem früheren Stadium bei der
Eröffnungsausstellung der Medienkunstgalerie „fluctuating images“ zu sehen
war, wird auf diese Weise fortgesetzt, im Verbund mit vielen weiteren
Kunstinstitutionen in aller Welt, die exakt dieselben wochenschauartigen
Filme zur gleichen Zeit zeigen.
Zu diesen Kunstinstitutionen zählen u.a.: Centre Pompidou, Musée national
d’art moderne (Paris), Musée des Beaux-Arts de Nantes, Saint-Gervais,
Fondation pour les arts de la scène et de l’image (Genf), Witte de With,
Center for contemporary art (Rotterdam), Fundacio Antoni Tapies
(Barcelona), The korean culture and arts foundation (Seoul), Modern
Mûvészeért Közalapítvány (Budapest), Malmö Konsthall (Malmö), Renaissance
Society (Chicago), ICA (London), Kunstverein Hamburg.

Projektinformation_O.V.

Wissenschaftlich-künstlerischer Workshop"An den Rändern des Films"
22.-23. Oktober 2004

Medienkunstgalerie „fluctuating images. contemporary media art“
Jakobstr. 3, 70182 Stuttgart


Wissenschaftlich-künstlerischer Workshop „An den Rändern des Films“, 22.-23. Oktober 2004, Stuttgart, veranstaltet von der unkommerziellen Medienkunstgalerie „fluctuating images. contemporary media art“, gewidmet Aspekten medialer Grenzüberschreitung und intermedialer Experimente in und mit dem Film.




Fieldlocator


Stopmotion


Walken Sitting

Beiträge


Alexandra Käss (Bonn): Film als Lichtspiel – Lichtspiel als Film
Lena Christolova (Konstanz): Seltsame Ränder von Schatten
Stefanie Stallschus (Berlin): Modulation der Aufmerksamkeit. Modelle der Interferenz bei Michael Snow
Barbara Filser (Karlsruhe): Chris Markers La Jetée „photo roman“ oder –ciné-roman“? Ein Film an den Rändern des Films
Christian Jamin (Basel): Über „Walken Sitting“
Anja Kreysing (Münster): Über „Field Locator“
Letizia Werth (Wien): Über „Stop Motion“
Susanne König (Hamburg): „Le corbeau et le renard“
Zum Verhältnis von Film und Text bei Marcel Broodthaers
Jörn Schafaff (Hamburg): Angewandtes Kino. Zu einigen Arbeiten Philippe Parrenos
Cornelia Lund (Stuttgart): moving|images - zum Verhältnis von Film, Tanz und Raum
Kerstin Stutterheim (Würzburg): Video-Theater
Holger Lund (Stuttgart): Visual Music

Workshop und Ausstellung werden gefördert von:
Medienteam der Landeshauptstadt Stuttgart
MFG Filmförderung Baden-Württemberg

Dank für Graphic Art von Flyer und Plakat an Oliver Moore

Konzeption:

Ausgehend von der Beobachtung, dass der Film eine leitmediale Funktion im aktuellen Kunstgeschehen ausübt, gilt dieser Workshop der Reflexion intermedialer Phänomene im Film und an dessen Rändern. An den Rändern des Films operieren zum einen Arbeiten, bei denen der Film mit einem oder mehreren Medien kombiniert wird wie etwa beim Expanded Cinema, zum anderen Medien, die filmische Momente integrieren oder sich an diesen reiben. Beispiel hierfür ist die Dia-Überblendschau, die ihrem Wesen nach zwischen Film und Fotografie zu situieren ist und bei zeitgenössischen Ausstellungen immer präsenter wird. Diese Präsenz blieb allerdings wissenschaftlich und kuratorisch relativ unbemerkt, lediglich die Ausstellung „Dia/Slide/Transparency. Materialien zur Projektionskunst“ in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin, 1999, versuchte eine erste reflektierende Bestandsaufnahme. Ähnlich verhält es sich bei weiteren Medien bzw. intermedialen Phänomenen, etwa beim Filmstill als extrapolierter Fotografie aus dem Film heraus, bei digitalen Videosequenzen, die als visuals in einer Art Live-Cinema zu Musik projiziert werden, bei analogem Filmmaterial, das in digitale filmische Prozesse integriert wird oder bei der Neuen Musik, wo nicht nur massiv filmische Sequenzen zur Musik hinzufügt werden, sondern manche Stücke von vornherein nur als Film produziert werden, die Musik also gleichsam in den Film hineinschlüpft.
Die Reflexion dieser intermedialen Phänomene scheint bislang nicht ausreichend betrieben worden zu sein, die spezielle, tragende Rolle und Funktion des Films dabei kaum Beachtung gefunden zu haben. Der Workshop „An den Rändern des Films“ will diese in ihrer aktuellen Ausformung beleuchten und ihrer historischen Entwicklung etwa aus dem absoluten Film (Verbindung von Film und Musik) oder der Erweiterung des Films in den Raum beim Expanded Cinema in den 60er Jahren nachspüren.

Vernissage Freitag, 22. Oktober 2004, 20.00 Uhr

Ausstellung:

Letizia Werth: Stop Motion (Film)
Thuja: Field Locator (Film)
Christian Jamin: Walken Sitting (Videoinstallation)

Letizia Werth: Stop Motion (Filmprojektion)
Der Film besteht aus annähernd 500 gefunden Fotos. Sie zeigen Frauen, die in der Fremde bewusst posieren, sie stehen, sie lehne sich an, etc. Die einzelnen Fotos werden zu einem Film zusammengesetzt, so dass aus den einzelnen Positionen in der Überlagerung eine gemeinsame wird, die voneinander unabhängigen Frauen werden zu einer, die teilweise sogar kurze Bewegungsabläufe zu unternehmen scheint.

Thuja: Field Locator (Filmprojektion)
Zu ihrer eigenen Musik spielte Thuja ihren VHS-Video-Film mit Naturaufnahmen auf einem Bildschirm ab, um dann alles zusammen mit einer alten S-VHS-Kamera aufzunehmen. Mit dieser Kamera filmt sie von der Schulter herab, wodurch leichte Schwankungen entstehen und der Zuschauer beginnt, „mit durch das Unterholz zu straucheln“.

www.thuja.net

Christian Jamin: Walken Sitting (Monitorinstallation)
In einem Raum werden 9 Monitore aufgestellt, die mit 9 DVD-Playern verbunden sind. In jedem Player befindet sich ein Film, in dem der amerikanische Schauspieler Christopher Walken mitspielt. Die Filme sind in speziell gewählten Momenten auf Pause/Standbild gestellt. Walken gilt für den Künstler als einer der wenigen Schauspieler, der sich traut, Pausen zu machen, gefürchtete Pausen, in denen seine Präsenz den Zuschauer gleichsam ins Medium aufsaugen kann. Walken liebt es zu sitzen, dann kann er seine bedrohliche Kraft am besten entfalten, die ihm in den Ruf eintragen hat, ein „Psycho“ zu sein.

AbstractFilmraender


17.10.2004 Multiple Choice – transmediale Sequenzen



Fabian Chyle (Choreograf und Performer) initiiert in seinem neuesten Projekt
Produktionen, die sich an der Grenze zwischen Darstellender und Bildender
Kunst bewegen.

Tanz, Performances, Internetprojekt, Interviews und Theorie: In einem
Zeitraum von drei Jahren werden verschiedenste Facetten zum Thema der
Identität des Einzelnen und den Möglichkeiten der Positionierung (multiple
choice) in einer immer komplexer werdenden Wirklichkeit erkundet.

Die verschiedenen Projektreihen von Multiple Choice stellen eine Verbindung
zwischen Kunst, Technik und Theorie dar und bieten so Plattformen für
Experimente – in virtuellen und realen Räumen.
Während der Release-Veranstaltung werden erste Einblicke in das
kontinuierlich wachsende Projekt gegeben.

Release-Veranstaltung
Datum: 17. Oktober 2004
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: fluctuating images. contemporary media art, Jakobstr. 3,
70182 Stuttgart (Zentrum)
Einführung: Marty Huber, Performance-Theoretikerin, Wien
Internetprojekt: Thorsten Hallscheidt, Karlsruhe
Sound-Skulpturen: Fabian Chyle und Nikola Lutz, Stuttgart
Musik (ab 21 Uhr): Mark Kysela, Stuttgart

Mehr Informationen und Veranstaltungshinweise zu Multiple Choice:
www.project-multiplechoice.de oder www.fabianchyle.de


Chatboxprojection


Homepageprojection


Webcamera


Performance


Misplaced X

Plattform für freie Musik

Konzert am Sonntag, 19. September 2004, ab 20.00h








In der Galerie fluctuating images findet am Sonntag, 19. September 2004, 20.00h, das dritte Konzert der neuen Reihe "Plattform für freie Musik" statt, veranstaltet von Tim Blechmann, Anja Füsti und Oliver Prechtl. Die Reihe bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird sie zwischen Jazz, Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon.

Medienkunstgalerie „fluctuating images. contemporary media art“
Jakobstr. 3, 70182 Stuttgart

Informationenen: www.prechtlsound.de
Kontakt: timblechmann@gmx.de

Audiovisuelle Performance „sein & zeit“

Audiovisuelle Performance „sein & zeit“
Masayuki Akamatsu: Komposition
Yoshihisa Suzuki: Perkussion

Samstag, 28. August 2004, 20.30h

fluctuating images. contemporary media art,
Jakobstr.3, 70182 Stuttgart (Zentrum)





Masayuki Akamatsu mit Wolf Helzle


Audiovisuelle Performance "sein&zeit

Programm:

- Einführung: Wolf Helzle, Medienkünstler

- "Stuttgart Crossing" mit mimiZ (20 min.)
elektroakustische Improvisation mit Perkussion und Computer

- "Improvisation System #1" mit Yoshihisa Suzuki (10 min.)
Perkussion und Voice-Vocoding

http://www.iamas.ac.jp/~yoshs02/otunnel_web.html

- "Anagraon Variations" mit Satoshi Fukushima (20 min.)
3-Kanal-Audio-Wechselspiel

http://www.iamas.ac.jp/~shimaf02/ANAGRAON/

- Kurz-Präsentation von Masayuki Akamatsu zu seinen Arbeiten

- "sein&zeit" mit Masayuki Akamatsu & Yoshihisa Suzuki (20 min.)
audiovisuelle Performance unter Nutzung von Realzeit-TV.

http://www.iamas.ac.jp/~aka/sein_zeit/


Der Medienkünstler Masayuki Akamatsu wurde 1961 in Hyogo (Japan) geboren.
Er studierte Psychologie an der Kobe University und begann zugleich
audiovisuelle Kompositionen mit dem Computer zu erstellen. Derzeit ist er
Professor am IAMAS (International Academy of Media Arts and Sciences) in
Ogaki, nahe Kyoto.
Akamatsu realisierte zahlreiche Performances und Installationen im Bereich
der Medienkunst, die auf Computereinsatz und digitalem Networking basieren.
Im Fokus stehen einerseits die Beziehungen von Werk und Publikum, und
andererseits die Autonomie der Kunst, ihre eigengesetzliche Entwicklung.
Zu Akamatsus Arbeiten zählen: "incubator" (2000, audiovisuelle Installation
mit fünfzig Computern), "Time Machine!" (2002, ein Projekt, das sich der
Visualisierung von Zeiterfahrung des Publikums und real time-processing
widmet) sowie "Flesh Protocol" (2002, bei dem der Körper des Performers von
einem Computer kontrolliert wird). Akamatsu arbeitet zudem als
Live-Performer im Bereich der elektronischen Musik, publizierte mehrere
Bücher ("Trans Max Express", Ritto-Music, 2001, (Co-Autor) und
"Cocoa+Java", Kobun-sha, 2001), und organisierte Veranstaltungen wie die
"DSP Summer School".

Plattform für freie Musik

Konzert am Sonntag, 15. August 2004, ab 20.00h







In der Galerie fluctuating images findet am Sonntag, 15. August 2004, 20.00h, das zweite Konzert der neuen Reihe "Plattform für freie Musik" statt, veranstaltet von Tim Blechmann, Anja Füsti und Oliver Prechtl. Sie bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird die Reihe zwischen Jazz, Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon.

Informationen: www.prechtlsound.de
Kontakt: timblechmann@gmx.de

Rotlichtkonzert #3 - zu Gast: das 14. Internationale Bochumer Videofestival

Screening-Programm am Samstag, 24. Juli, ab 20.00h



Im Rahmen der audiovisuellen Rotlichtkonzerte in der Medienkunstgalerie
"fluctuating images", veranstaltet von Matthias Siegert und Jörg Koch, wird
eine Auswahl von Filmen aus dem 14. Internationalen Bochumer Videofestival
zu sehen sein. Das Festival setzte einen Schwerpunkt auf
Musikvisualisierungen, etwa mit Musikclipspecials, dem Programm "Dance the
TV: Tanz im Musikclip" oder VJ-Contests.
Die Festival-Jury bestand aus Prof. Dr. Christoph Dreher
(Grimme-Preisträger, Fantastic Voyages), Heidi Draheim (Filmmuseum
Düsseldorf), Prof. Andreas Rogenhagen (Grimme-Preisträger), Gudrun Sommer
(ehemalige Organisatorin des Videofestivals), Reinhard Braun (Kurator &
Redakteur Camera Austria), Graham Daniels (Addicitve TV/London), Claudia
Rohrmoser (Renegadez VJ-Kollektiv, Videokünstlerin) und Stephan Faber
(VIVA).

Informationen: www.videofestival.org

moved: from train to tree

Videos von Letizia Werth (Wien) und Jürgen Palmer (Stuttgart)

fluctuating images am Freitag, 23. Juli 2004 zu Gast bei 1 Jahr
„Sonnendeck. Stuttgarter Kunstnotizen“ in der Kunststiftung
Baden-Württemberg, Stuttgart, Beginn: 20.00h

Gezeigt werden zwei Videos im Wechsel im Park der Kunststiftung, die jeweils
ursprünglich auf Super 8 gefilmt worden sind, jeweils mit der
Einzelbildfunktion der Kamera und jeweils Naturaufnahmen zeigen.
Was die Videos deutlich unterscheidet, ist der unterschiedliche Bildrhythmus beim
filmischen Zusammenfügen der Einzelbilder: Werth beschleunigt das gewohnte
filmische Tempo, Palmer verlangsamt es.


Video-Still aus „train“ von Letizia Werth


Videostill aus „Landschaft mit Dichter

Informationen: www.sonnendeck-stuttgart.de; www.kunststiftung.de

Plattform für freie Musik

Konzert am Sonntag, 18. Juli 2004, ab 20.00h

Galerie fluctuating images, Jakobstr. 3, 70182 Stuttgart







In der Galerie fluctuating images startet am Sonntag, 18. Juli 2004, 20.00h, die neue Reihe "Plattform für freie Musik". Sie bietet improvisierenden Musikern die Möglichkeit, vor einem interessierten Publikum aufzutreten. Musikalisch verortet wird die Reihe zwischen Jazz, Elektronik und Neuer Musik: Laptop trifft auf Tischtennisball, Kaosspad auf Melodika, Plattenspieler auf Vibraphon.
Veranstaltet wird die Reihe von Tim Blechmann, der aus der improvisierten elektronischen Musik kommt, von Anja Füsti, die als klassische Schlagzeugerin sich vor dem Hintergrund der Neuen Musik mit Improvisation beschäftigt und von dem Pianisten Oliver Prechtl, der zwischen Noise-Pop und Fake-Jazz wandelt.
Oliver Prechtl und Tim Blechmann hatten im letzten Winter die Improvisationsreihe „Neumond“ im Tearoom veranstaltet. Die neue Reihe in der Medienkunstgalerie fluctuating images ist als Konzertsession konzipiert, die den Improvisatoren zum Austausch dienen soll: untereinander und mit dem Publikum. Die Sessions finden etwa monatlich immer Sonntags ab 20:00 Uhr statt.

Informationen: www.prechtlsound.de
Kontakt: timblechmann@gmx.de

Mixed Media: Neuer Reduktionismus

Ausstellungseröffnung Sonntag, 20. Juni 2004
Ausstellung 21.06.-18.07.2004

Jürgen Palmer (Deutschland/Stuttgart, Ausstellungen/Aufführungen in Rom und Zagreb), Kurt Laurenz Theinert (Deutschland/Stuttgart, Ausstellungen in Berlin, Oronsko, Ipswich, München), Marco Preitschopf (Deutschland/Stuttgart und Karlsruhe, Ausstellungen in Frankfurt, Karlsruhe, München), Fotografie, Video-Loops, Lichtinstallation, Soundinstallation


Film-Still J. Palmer


Foto K.L.Theinert


Installation M.Preitschopf


Videostill aus "danz" von J. Palmer


Still aus der Videosyntheziser-Performance von
K.L. Theinert und R. Blach


Installationsansicht M.Preitschopf

Die Ausstellung vereint profilierte Künstler aus Stuttgart und Umgebung und greift eine erkennbare Tendenz in der aktuellen Medienkunstszene auf. Diese besteht in einer sowohl formalen als auch thematischen Reduktion.
Unter dem Nenner des Reduktionismus treffen sich künstlerische Haltungen, die ornamentale Elemente zugunsten einer Klarheit, vor allem im formalen Bereich, beschneidet. Diese Klarheit, auch wenn nicht unbedingt leicht verständlich, beruht auf einer Einfachheit der visuellen Präsenz, so dass es zum paradoxen Eindruck einer schwerverständlichen Klarheit kommen kann, welche Vorgänge des Verstehens selbst reflektiert und thematisiert.
Um die beschriebene schwerverständliche Klarheit zu produzieren, wählen die Künstler Mixed Media-Techniken. Oft wird dabei ein künstlerisches Produkt durch mehrere Medien transportiert und gefiltert, oder in der simultanen Verbindung mehrerer Medien hergestellt. Inwiefern Medien bei diesem Prozess vorderhand Einfachheit und Klarheit bewirken, tatsächlich jedoch diese selbst wiederum verhindern, weil es sich um Medienkombinationen handelt, die Bedeutungen destabilisieren, soll mit dieser Ausstellung gleichfalls thematisiert werden.

Der Medienkünstler Jürgen Palmer arbeitet mit analogen und digitalen Medien. Er deckt mit seinen künstlerischen Arbeiten ein außergewöhnlich breites mediales Spektrum ab, wobei häufig ein Phänomen zum Tragen kommt, das mit „evacuating media“ bezeichnet werden kann. Es manifestiert sich zumeist als ein Evakuieren von Medien in andere Medien hinein – so, als traute er den etablierten Medien nicht; so auch, als befänden sich diese in der Not drohender Erstarrung und müssten hinwegtransportiert werden, um ästhetische Lebendigkeit zu gewinnen. Diese Vorgehensweise bietet den Vorzug medialer Entdeckungen, jenseits vordefinierter Gattungen.
Ziel ist dabei, eine Aura im Sinne einer intensiven Bildwirkung zu ermöglichen, beruhend auf hoher Bildenergie, Bildechtheit und Bildeinmaligkeit. Das gilt auch für seine digitalen oder analog-digitalen Arbeiten, bei denen reproduktive Prozesse integriert sein können. Sie erzeugen eine gleich gelagerte intensive Bildwirkung, nicht selten auf Grund des „evacuating media“, das neue, singuläre mediale Realisierungen erlaubt. Dass ausgerechnet für Palmers medienkünstlerische Arbeiten der Begriff der Aura Bedeutung besitzen soll, mag vorderhand verwundern, hat Walter Benjamin diesen Begriff doch an das unreproduzierbare analoge Kunstwerk gebunden. Doch in den spezifischen medialen Reibungen, Brüchen und Verlötungen, die das „evacuating media“ mit sich bringen kann, liegen auratische Möglichkeiten des Singulären.
Von Jürgen Palmer werden Screen-Objekte (Videoloops) und die Filmtrilogie „no danz“, „danz“ und „no“ gezeigt, zu Musik von Joachim Spieth („Joachim Spieth Remix“, Kompakt, Köln), DJ Rels („Diggin in Brownswood“, Stones Throw, Los Angeles, produziert von Madlib & Peanut Butter Wolf) und Jürgen Palmer.

Informationen: www.juergen-palmer.de

Weitere Informationen zu den ausgestellten Arbeiten: download [pdf]

Der Foto- und Lichtkünstler sowie VJ (video oder visual jockey) Kurt Laurenz Theinert kommt aus der Schule der konkreten Kunst. Er konzentriert sich auf visuelle Erlebnisse, die nicht auf etwas Außerkünstlerisches verweisen oder eine fest codierte Semantik transportieren. Stattdessen lotet er formale und strukturelle Möglichkeiten von Linien, Formen und Flächen aus, bis hin zu monochromen Foto- und Lichtarbeiten.
Als VJ ist es Kurt Laurenz Theinert seit 2001 möglich, künstlerische Haltung auch live zu formulieren, und Zeit mit Licht zu gestalten.
Kern seines Vjing ist das von Roland Blach eigens für ihn entwickelte Softwareprogramm „ivis“, mit dem er über eine Keyboard-Tastatur und Pedale grafische Muster in Echtzeit erzeugen, projizieren, bewegen und verändern kann. Der Videosyntheziser erzeugt pulsierende Bilder aus rechteckigen Flächen und Linien, die permanent ihre Position, Größe und Farbe wechseln können.
Von Kurt Laurenz Theinert werden eine Lichtinstallation und Fotografien gezeigt. Zur Eröffnung wird Theinert zusammen mit Roland Blach live auf dem Videosyntheziser spielen.

Marco Preitschopf ist ein bildender Künstler, der jedoch seit Jahren im Bereich der (Sound-)Installation arbeitet – ohne die visuellen Elemente der Klanggenerierung zu verbergen. Im Gegenteil: einer minimalistischen Ästhetik folgend, werden Materialien und Technik der Klanginstallationen als visueller Teil exponiert.
Marco Preitschopf erzeugt in seinen Klanginstallation eine Unschärfe zwischen der Wahrnehmung des Werks und der Wahrnehmung dessen, was der Betrachter simultan aus sich selbst heraus generiert - der eigenen Melodie. Werkimpuls (akustischer und visueller Reiz) und Wahrnehmungsimpuls (physiologischer und psychologischer Eigenanteil der Wahrnehmung) werden vermengt. Dies geschieht, indem Preitschopf Phänomene der Psychoakustik und Resonanz für die Konstruktion einer komplexen akustischen Skulptur nutzt, die sich im Prozess der Wahrnehmung konstituiert. Das Gehirn wird direkt stimuliert und reagiert unmittelbar mit dem es umgebenden spezifischen, manipulativen Luftdruck: dem Sound.
Von Marco Preitschopf wird die Sound- und Videobeamerinstallation "the imaginative dead_the still responding ear of an curiously killed cat" gezeigt.

Weitere Informationen zu den ausgestellten Arbeiten: download [pdf]

Video_Recycling und Rotlichtkonzert #2

Sample-Mix-Remix Ein VJ-Workshop mit Live-Veranstaltung
in der Medienkunstgalerie fluctuating images, 19.-23. Mai 2004



„Was passiert, wenn ein anderer mit den von mir produzierten Videoclips arbeitet?“ Diese Frage ist der Kern des von Matthias Siegert entwickelten VJ-Projektes, das als mehrtägiger offener Workshop mit einer Live-Veranstaltung stattfinden soll. Behandelt werden nicht nur Fragen des Copyrights, der Wieder verwertung und des „File-Sharings“, sondern auch Techniken und Verhalten einer weltweit wachsenden VJ-Kultur.

Der Untertitel Sample-Mix-Remix könnte auch gleichbedeutend für Gefundenes, Erfundenes und Wiedergefundenes stehen; dem Publikum soll dabei die Entstehung eines VJ-Sets und dessen Umsetzung demonstriert. Aber was genau ist nun überhaupt ein VJ? Den Begriff des VJs könnte man vielleicht folgender maßen definieren:
VJing ist eine neue Kunstform und Profession, die sich im Kontext der Rave-, Ambient- und Club-Kultur der 90er Jahre entwickelt hat. Der Videojockey (VJ) formt als visuelles Äquvivalent zum Diskjockey (DJ) Bildcollagen in Echtzeit. Zeitgebunden Unikate entstehen gespeist aus Computeranimation, TV-Samples und eigenproduziertem Material.

Im Mai werden sich die von Matthias Siegert geladenen VJs „4YourEye“ aus Wien (alias Eva Bischof-Herlbauer und Gerald Herlbauer), „Sehvermögen“ (alias Marcel Panne) sowie Siegert selbst dem Recycling ihrer vor Ort produzierten Videoclips widmen. Aufgegriffen werden soll ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das produzierte Material ziehen wird. Die Abschlussveranstaltung und die Ergebnisse von Video_Recycling sind am Sonntag, 23. Mai 2004 in der Medienkunstgalerie fluctuating images, Jakobstraße 3, 70182 Stuttgart zu sehen. Für musikalische Begleitung sorgen DJs. Beginn: 20.00h, Eintritt: 3,- Euro.

Infos: www.siegert.cc; www.4youreye.at; www.sehvermoegen.de

Für weitere Informationen: info@siegert.cc

Rotlichtkonzert #1

Audiovisuelles Konzert mit Solovyev (elektronische Musik) und Matthias
Siegert (visuals), am Samstag, 24. April 2004, ab 21.00h



Im Rahmen der Rotlichtkonzerte in der Medienkunstgalerie "fluctuating images" setzen Matthias Siegert und Jörg Koch ihre Experimente zu audiovisuellen Phänomenen fort. Dabei gehen sie der Frage nach, wie es klingen kann, wenn im Fernsehen ein Fernseher gezeigt wird, der einen Fernseher zeigt, in dem ein Fernseher gezeigt wird. Gezeigt wird mithin der Entstehungsprozess einer audiovisuellen Installation - Samstag, 24. April, ab 21.00h, fluctuating images, Jakobstraße 3, Stuttgart-Zentrum, www.fluctuating-images.de

Informationen: www.onitor.de und www.siegert.cc

Preview media flow

fluctuating images präsentiert media flow beim 3. Medientag Stuttgart Ludwigsburg als Vorschau auf die Ausstellung in der Galerie im November 2004. Römerkastell, Stuttgart-Bad Cannstatt, Freitag, 23.04.2004, 12.00-19.00 Uhr, Phönixhalle.

Kurzvortrag zur Galerie und zur media flow-Produktion, Cornelia und Holger Lund, 16.30h, Forum Neues Musiktheater

weitere Informationen: www.stuttgart.de/medienteam


Rotlichtkonzert #0- anlässlich der Langen Nacht der Museen 2004

audiovisuelles Konzert mit Solovyev (elektronische Musik) und Matthias
Siegert (visuals), am Samstag, 20. März 2004, ab 22.00h im Galeriekeller.



Beim ersten Rotlicht-Konzert mitten im Stuttgarter Leonhardsviertel geht es nicht nur darum, den Auftakt der geichnamigen Konzertreihe zu zelebrieren, sondern auch dem geneigten Publikum der Langen Nacht der Museen eine live improvisierte Bild-Klang-Installation zu bieten. Dazu werden Matthias Siegert (Video) und Jörg Koch (Ton) visuelles und akustisches Ausgangsmaterial aus räumlicher und situativer Umgebung des Veranstaltungsortes in Sitzungen zu 30 Minuten (gegen Aufpreis auch länger) in ständig variierenden Repetitionen bearbeiten. Die entstehenden Varianten werden direkt aufgezeichnet und ausgestellt, und können parallel betrachtet und miteinander verglichen werden.

Informationen: www.onitor.de und www.siegert.cc

Momente der Verschiebung - Aspekte urbanistischer Aura

Eröffnungsausstellung

Flash-Film ÑO.V." (ÑOriginal Version") von Paola Yacoub und Michel Lasserre und Dia-Überblendschau Ñliving in motion" von Egbert Haneke

Eröffnungsausstellung der Medienkunstgalerie 14.03.2004
mit permanenter Graphic-Art Installation von Oliver Moore


Flash-Dia-Still Yacoub/Lasserre


Dia-Still Haneke




Paola Yacoub/Michel Lassere (Libanon/Beirut, Frankreich/Paris; Ausstellungen in Paris, Barcelona, Seoul, Venedig (Biennale 2003)), digitale Dia-Schau als Flash-Film, und Egbert Haneke (Deutschland/
Hamburg; Ausstellungen in Berlin und Shanghai; Sammlung Falckenberg Hamburg), analoge Dia-Schau

Der Ausstellungstitel „Momente der Verschiebung“ bezieht sich sowohl auf Thematik wie Medium. Thematisch bieten die Bilder in der Hauptsache urbanistische Situationen, die entweder durch textuelle Information, sequentielle Einbettung oder Überblendung im Verlauf der Präsentation neue Aspekte gewinnen. Diese Aspekte beinhalten eine Verschiebung von der vordergründigen Banalität (Straßen, Hausecken, Parkplätze...) hin zu einer spezifischen Aura, die auf den Geschehnissen vor Ort oder auf der sequentiellen Kombination von Orten beruht.

Verschiebungen liegen medial konkret in dem Sinne vor, als die beiden gezeigten Arbeiten Diaserien sind, bei denen ein Bild über das andere geschoben wird oder ein Bild dem anderen nachgeschoben wird. Yacoub/Lasserre liefern eine digitale, teilweise vertonte Diaschau, die mit einem Filmschnittprogramm gefertigt wurde; Haneke hingegen eine analoge Diaschau in Überblendtechnik. Bemerkenswert ist, dass die digitale Diaschau ausgesprochen analog und unfilmisch wirkt, Bild folgt auf Bild. Die analoge Diaschau hingegen wirkt wesentlich filmischer, insofern die Überblendschau mit den Momenten der Überblendung zwischen fotografischem Standbild und bewegtem Filmbild zu situieren ist. Mediale Eigenschaften der analogen bzw. digitalen Diaschau erscheinen solcherart gleichfalls verschoben.

Die Arbeit „O.V.“ („Original Version“) der beiden Architekten und Künstler Paola Yacoub und Michel Lasserre, zuletzt gezeigt bei der Biennale Venedig 2003, bezieht Geschehnisse der ersten Woche des Irak-Krieges 2003 auf die urbanistische Situation in und um Beirut. So koinzidiert zum Beispiel ein gewaltiges Unwetter in Beirut mit dem Beginn des Krieges im Irak, oder die überirdischen Parkplätze der Stadt erscheinen verödet, da nahezu sämtliche Autos zum Schutz vor befürchteten Angriffen in unterirdische Räume verbracht worden sind.

Ästhetisch im Fokus steht der fotografische Versuch, Spannungen politisch-militärischer Art in Bilder zu bannen, die auf den ersten Blick scheinbar banal, unpolitisch und unmilitarisiert wirken. Ästhetisches Ziel ist somit eine Auratisierung urbanistischer aber auch landschaftlicher Situationen.
Yacoub/Lasserre arbeiten seit 2000 am Aspektwechsel von Räumen, insbesondere von Raum- und Gebietsgrenzen, in wechselnden Formaten, mithin wechselnden medialen, raum- und publikums-
bezogenen Konstruktionen. Mit dem Gespür von Architekten gehen sie dabei einerseits den „affects of history“ (Foucault) nach, die sich im Raum sedimentieren, andererseits der Sensibilität von Bildern bezogen auf Ereignisse. Jedes Format versucht dabei die Aussage-
bedingungen, unter denen die jeweilige künstlerische Äußerung entsteht, zu reflektieren.

Die Dia-Arbeit „living in motion“ des Fotokünstlers Egbert Haneke bietet Bilder von Japan. Hanekes Arbeiten stehen in der Tradition von William Egglestone und Stephen Shore, welche die Kunstfotografie Ende der 60er-Jahre bzw. Anfang der 70er-Jahre mit ihren Reisefotoserien farbig, großformatig und populär werden ließen. Bekannt als „New Colour-Schule“ zeigten sie in ihren Bildern meist menschenleere urbane Alltagssituationen mit unspektakulärer Funktionsarchitektur. Dieser Schule verpflichtet, erforscht Haneke das Leben von Pflanzen im urbanen Raum und dessen Banalität bis – durchaus wörtlich – in den letzten Winkel. Dabei fördert er Oberflächenstrukturen im Zusammenspiel von Material- und Lichtverhältnissen zu Tage, die einer hochgradigen Ästhetisierung Vorschub leisten. Ästhetisches Ziel ist somit nicht minder eine Auratisierung urbanistischer Situationen, allerdings nicht aus politisch-militärischen Spannungen heraus, sondern aus jenen materiellen und strukturellen Spannungen heraus, die Objekten und ihrer Kombination im städtischen Raum selbst innewohnen.

Das zentrale Moment der Diaschau liegt bei Haneke in der Überblendung, jenem Vorgang, bei dem zwei Bilder langsam ineinander verschmelzen und sich dann wieder trennen. Im transitorischen Vorgang der Überblendung entsteht temporär ein neues Bild als Summe zweier einzelner Bilder. Diese Momente der visuellen Kontaminierung verändern die Sichtweise auf das jeweilige Einzelbild, indem sie es sequentiell einbetten, und fügen ihm andere Aspekte hinzu. Begründet durch die Überblendtechnik entstehen so gleichsam für kurze Zeit Zwischenbilder, deren im Moment der Überblendung einerseits abnehmende und andererseits erstarkende Bildstabilität den scheinbar banalen Themen eine fantasmagorische Qualität verleiht.

Informationen: www.yacoublasserre.org