01 An den Rändern des Films – vom Lichtspiel bis zum Film-Tanz


Die Publikation fasst Beiträge der beiden Workshops „An den Rändern des Films“ (Oktober 2004) und „Dancing the Screen“ (November 2005) zusammen. Beide Workshops fanden in der Stuttgarter Medienkunstgalerie fluctuating images statt. Ausgehend von der These, dass der Film eine leitmediale Funktion im aktuellen Kunstgeschehen ausübt, widmen sich die Beiträge der Reflexion intermedialer Phänomene im Film und an dessen Rändern. So wird etwa die Verbindung von Film und Lichtspiel untersucht sowie diejenige von Fotografie und Film. Neben historischen Beispielen werden dabei auch aktuelle Ränder des Films beleuchtet: Neue Entwicklungen in den Medientechnologie haben beispielsweise eine zeitgenössische Form der Visual Music als eine Art Live-Cinema möglich gemacht, sie sind auch die Basis für den beinahe schon inflationären Einsatz filmischer Elemente auf der Bühne. Ein besonderes Augenmerk richtet die Publikation auf die Verbindung von Film und Tanz, die einen „Rand“ von besonderer Bedeutung darstellt: Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden Film und Tanz zur gegenseitigen medialen Definition herangezogen. Der zeitgenössische Tanzkörper wird etwa neu definiert durch filmische Anwendungen im Software-Bereich, während er gleichzeitig lernt, durch Real-Time-Steuerung mit dem Film zu tanzen.

Hrsg. Von Cornelia Lund und Holger Lund
Mit Beiträgen von: Lena Christolova, Marco Costantini, Barbara Filser, Alexandra
Käss,Cornelia Lund, Holger Lund, Stefanie Stallschus, Kerstin Stutterheim

Mit freundlicher Unterstützung durch die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und das Medienteam der Landeshauptstadt Stuttgart.

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02 Katalog zur Ausstellung "Generativ"

Vom 27. bis 29. Oktober 2006 fand in der Medienkunstgalerie die Ausstellung "Generativ – Software-Arbeiten von Studierenden der Architektur zum Thema Stadt" unter der Leitung von Mona Mahall und Asli Serbest statt.

Generativ" zeigte experimentelle Software-Arbeiten, die 2006 an der Fakultät für Architektur, IGMA (Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen, Universität Stuttgart) entstanden sind.
Die neuartigen Programme können Echtzeitvorgänge simulieren, Daten visualisieren und interaktive Anwendungen kodieren, sie greifen in den physischen Raum ein und empfangen Daten aus diesem. Sie arbeiten mit Zufälligkeiten und generativen Algorithmen. Thema der Arbeiten ist die Stadt, insbesondere die Stadt Stuttgart.
Die Arbeiten reichen von einem Postkarten-Automaten, der Zufall und Interaktion verbindet, um neuartige ‚Ansichtskarten’ zu produzieren, über eine Soundinstallation, in der, wiederum interaktiv, einzelne Geräusche der Stadt zu eigenen Sounds übereinander gelegt werden können, bis hin zur situationistischen Anleitung für einen Stadtspaziergang, die per Zufallsgenerator zusammengestellt und dann zum Mitnehmen und Losgehen ausgedruckt werden kann.
Mit dabei ist außerdem eine abstrakte Arbeit, die, über eine Kamera am Eingang, das Kommen und Gehen der Besucher zählt, um dieses Geschehen in Echtzeit auf dem Monitor zu repräsentieren, sowie ein Programm, das Bewegungsströme der Menschen im Bahnhof Stuttgart darstellt – die Züge, die ankommen und abfahren, werden in Echtzeit visualisiert. Und nicht zuletzt zeigen zelluläre Automaten Prozesse, die Stadtwachstum als dynamisches System modellieren.
Alle Codes sind mit Processing, einer Java-basierten Programmiersprache geschrieben, die im Kontext von Code Art und Generic Art entstanden ist.
Die Software-AutorInnen sind: Christian Ristau, Marco Läber, Nilgün Serbest, Steffen Braun, Aline Otte, Volker Baur, Moritz von Pein und Daniela Staengle.

Der Katalog der Ausstellung mit einer Erläuterung der kuratorischen Konzeption seitens der Herausgeberinnen (Mona Mahall und Asli Serbest), der Einführungsrede von Gerd de Bruyn sowie der ausführlichen Präsentation der Arbeiten der Studierenden (ca. 8 MB) steht zum download zur Verfügung: bitte hier klicken!